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  • 3 x Cranio Sacral Behandlungen mobil (je 50-60 Minuten) bei Ihnen zu Hause/Unternehmen
  • GRATIS ZUSÄTZLICH 1 x Schröpfen (ca. 30 Minuten)

 

Spielregeln:

Kosten für die Behandlung bei Ihnen zu Hause/Unternehmen in WIEN, MELK, PRELLENKIRCHEN: Euro 229,-

(Behandlung bei mir in 1030 Wien: Euro 199,-)

Angebot gilt für Buchung und Bezahlung bis 30. November 2019 (Behandlungen können später erfolgen)

 

 

 

Ich freu mich auf Ihren Anruf bzw. Ihre Nachricht!

 

Herzlich

Robert Schultes

0676/435 52 40

 

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Wenn der Nacken schmerzt!

Verspannungen kann man wahrlich als eine Geisel der heutigen Zeit bezeichnen.

 

Oftmals schränken sie uns sehr, manchmal sogar extrem stark in unserer Beweglichkeit und somit in unserem Alltag und (Wohl-) Befinden ein.

 

Im nachstehenden Blog findest du die häufigsten Ursachen für Verspannungen, welche Muskeln oft betroffen sind und was du selbst mit Aufmerksamkeit und drei einfachen Übungen gegen Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule tun kannst. 

 

Mach es einfach!

Selbsthilfe bei Nackenschmerzen

Claudia ist 35. 

 

Sie ist als Geschäftsfrau sehr erfolgreich, hat mittlerweile eine kleine Familie, die ihr Ein und Alles ist, schaut  ernährungstechnisch - wenn es sich ergibt - auf ihren Körper, macht ab und zu mal Bewegung und freut sich des Lebens. Die Anstrengungen, die sie tagtäglich in Kauf nimmt, sind eine Selbstverständlichkeit für sie. Sie macht sie gerne. 

 

Es ist Anfang Mai 2019, ein typischer Montag Morgen:

 

Seit der Früh spürt sie, wie sich ihre Nackenmuskulatur immer mehr verhärtet. Sie greift sich auf der Fahrt ins Büro oftmals an ihren Nacken, um die Muskulatur mit sanften Bewegungen etwas aufzulockern. Das Notfall-Programm, das Claudia kennt und welches auch schon öfters gut funktioniert hat. Jetzt will das nicht mehr so recht gelingen.

 

Vormittags, mitten in einer Diskussion mit einem neuen Kunden und einigen Kollegen, passiert es dann. Einfach so.

 

Claudia will ihren Kopf dem Sitznachbar auf der rechten Seite zuwenden. Aber der Körper streikt. Besser gesagt: die Nackenmuskulatur. 

 

Nichts geht mehr. Um ihren Sitznachbarn anschauen zu können, muss sie den Oberkörper mit drehen. Das fällt natürlich den anderen Gesprächsteilnehmern auf. 

 

Sie unterbricht die Antwort, die sie gerade geben wollte und verharrt in der Position, in der sie gerade ist. Eine Hand am Nacken, der Körper steif und verkrampft. Den Kopf eingezogen, weil alles weh tut. Ihr oberer Rücken und ihr Nacken sind total verspannt. Und sie ist fast bewegungsunfähig.

Ihr Körper drückt die Stopptaste!

 

Hand aufs Herz: wie oft merkt man selbst, dass der Nacken annähernd im Minutentakt härter und fester wird … und man nichts dagegen macht, weil man „keine Zeit hat“ oder das Signal des Körpers einfach übergeht.

 

Die Antwort wird wohl irgendwo zwischen „oftmals“ und „ständig“ liegen. 

 

Der Körper, dieses Wunderwerk der Natur, sendet Signale an uns, die wir häufig übersehen oder einfach ignorieren. Nur: irgendwann reicht es auch ihm und er streikt. Das sieht dann so aus, wie es Claudia erlebt hat.

 

Verspannungen  sind so etwas wie das Amen im Gebet. Sie kommen unweigerlich. Oder fast unweigerlich, wenn man seinen eigenen Körper entsprechend (also schlecht und respektlos) behandelt.  

„Wer jetzt keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen“

Und da kann man nur sagen:

Sebastian Kneipp bringt es auf den Punkt.

 

"Wer jetzt keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen".

 

Ja, das ist ein Satz, den man schon unzählige Male gelesen und gehört hat. Aber Hand aufs Herz: reagierst du entsprechend, wenn du schon ein Signal von Körper, Geist und Seele bekommst?

 

Genau jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, damit anzufangen!

Was sind eigentlich Verspannungen?

Wenn man in Wikipedia nach den Suchbegriff „Verspannung“ sucht, findet man diese Antwort. Und sie bringt es schon ziemlich auf den Punkt. In diesem kurzen Zitat wird aber leider nicht berücksichtigt, dass auch psychischer Stress körperliche Auswirkungen und somit Schmerzen und Verspannungen (vor allem im oberen Rücken und Nackenbereich) erzeugen kann.

Welche Muskeln sind an Nackenschmerzen beteiligt?

Die Wirbelsäule selbst besteht aus mehreren Abschnitten:

 

  • Halswirbelsäule 
  • Brustwirbelsäule
  • Lendenwirbelsäule
  • Kreuzbein
  • Steißbein 

 

Der Kopf wird von der Halswirbelsäule getragen. Die Muskeln der Wirbelsäule sind links, rechts und über den Wirbelkörpern positioniert und haben folgende Aufgaben:

  • Stabilisierung
  • Bewegung
  • Haltung

 

Wenden wir uns der Halswirbelsäule zu.

 

Die Muskeln in diesem Bereich sind maßgeblich an der Bewegung, die in diesem Bereich durchgeführt werden, beteiligt

(Drehung, Streckung, Beugung, Neigung des Kopfes).

 

Wie entstehen Verspannungen?

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk. Doch wenn man ihn zu lange und zu intensiv durch falsche Belastung und Verhalten „quält", dann gibt er uns ein Zeichen, dass da etwas nicht so richtig läuft. 

 

Das sind dann die Schmerzen, die wir spüren. Eigentlich ein tolles Instrument des Körpers, dass er uns hinweist, den Umgang mit diesem Wunderwerk zu überdenken.

 

Zum einen ist es mal natürlich die falsche bzw. zu wenig Bewegung. Der Körper ist für Bewegung ausgerichtet und nicht dafür gemacht, dass wir stundenlang bewegungslos sitzen. Du denkst, dass das übertrieben ist? Wer sitzt schon stundenlang? Und das über Jahre?

 

Dann lass deinen gestrigen Tag einmal Revue passieren. Frühstück - sitzend, Fahrt zur Arbeit (UBahn, Öffis, Auto) - sitzend, Büro, Arbeit usw. - sitzend (vorwiegend), Mittagspause - sitzend - abends endlich ausruhen - sitzend, fernsehen - sitzend.Und dann gehen wir endlich schlafen ….

Übungen gegen Nackenschmerzen und was du selbst machen kannst.

Das Geheim ist: mach' etwas für deinen Körper, und zwar Bewegung und Entspannung. Und mach' es regelmäßig. Wenn du dich daran hältst, dann hast du schon sehr sehr viel Gutes für dich gemacht. Dein Körper wird es dir danken!

#1: achtsamkeit für die Körperhaltung

Das ist ein extrem wichtiger Punkt. Unser Körper schickt und sowieso ständig Signale, wenn etwas gut oder schlecht läuft.

Hör doch auf deinen Körper. Wenn du schon Schmerzen hast, dann reagiere entsprechend richtig!

 

Stell dich mal vor den Spiegel (am besten nackt) und betrachte dich. Lass mal die Schultern

(+ Kiefer!) bewusst locker. Schau jetzt mal auf den Höhenstand deiner Schultern. Ist eine von den beiden höher? Steht eine mehr vor? 

 

Und natürlich ohne einem Rucksack auf dem Rücken ;) 

 

Halte den Kopf gerade. Das machst du schon und deine Kopfhaltung ist trotzdem schief oder es zieht auf der einen oder anderen Seite?

 

Schau dir mal deine Hüfte an. Siehst du, dass sie schief steht? Oder ist das eher gut ausgeglichen?

 

Was ist mit deinen Knien? Stehen sie zu nah beieinander (X-Beine) oder aus der Fall-Linie etwas zu weit auseinander? (O-Beine).

 

Wenn du selbst schon mit freiem Auge siehst, dass bei deinem Körper etwas aus dem Lot ist, dann kannst du entsprechend reagieren und etwas tun.

#2: Regelmäßig Bewegung und Kräftigungsübungen

Bewegung und Kräftigungsübungen sind quasi ein Heilmittel. Man kann fast alle wichtigen Bewegungen/Kräftigungsübungen auch ohne zusätzliche Hilfsmittel machen. Meist genügt das eigene Körpergewicht. Aber es gibt eine Regel, die unbedingt eingehalten werden sollte: Regelmäßigkeit. 

 

Es hat nicht viel Sinn, eine Woche lang wie ein Besessener jeden Tag den Körper bis an die Grenze zu führen, um dann monatelang nichts mehr zu machen.

#3: entspannung

Das klingt sehr einfach. Ist es auch, wenn man seine passenden Entspannungstechniken gefunden hat und man weiß, was einem gut tut. 

 

Es ist wichtig, dass du etwas findest, das du gerne machst. Sonst machst du es nur ein paar wenige Male und dann nicht mehr. Vielleicht ist es spazieren gehen, sich mit Freunden treffen, QiGong, Progressive Muskelentspannung, Cranio Sacral Behandlungen. Es gibt viele Möglichkeiten, auf seine (passende) Weise zu entspannen. Aber auch hier gilt: regelmäßig.

 

Manche stöhnen jetzt vielleicht auf und sagen: OMG, regelmäßig geht nicht viel bei mir. Ich hab so viel zu tun.

 

Naja, auch „gut“. Kleines Geheimnis: du hast nur einen Körper (!) und wenn so, wie es dir heute geht bzw. es dir in Zukunft gehen wird, ist das Resultat deines bisherigen Lebens!

 

Also worauf wartest du? Such dir keine Ausrede! Such einen für dich passenden Weg! Und schau, dass du nicht mit 70 Jahren unter dem Kirschenbaum sitzt und dir denkst: „Hätte ich nur mehr auf meinen Körper geschaut“. Dann wird es wohl zu spät sein!

 

Jetzt hat du die Zeit und die Möglichkeit. Nimm sie dir! Ein Auto kannst du austauschen und neu kaufen. Deinen Körper nicht!

Hier siehst du ein kurzes Video einer Cranio Sacral Behandlung, die ich durchgeführt habe.

 

Die Klientin liegt bekleidet am Behandlungsbett und ich arbeite ausschließlich mit meinen Händen an ihrem Schäden (durch das eigene Gewicht des Kopfes der Klientin und einer speziellen Technik, die ich durchführe, wird sanfter Druck auf die Region der Schädelrückseite ausgeübt. Das Gewebe kann dadurch "loslassen" und die Verspannungen werden beseitigt.

Ein wirkungsvoller Tipp fürs Unterbewusstsein, wie du deinen Nacken entspannen kannst!

Du hast ziemlich sicher ein Handy.

 

Jedes Mal, wenn es läutet oder du eine WhatsApp bekommst:

Zuerst die Schultern und das Kiefer locker lassen! DANN erst abheben bzw. Nachricht lesen.

 

Mach das so oft, bis es in deinem Unterbewusstsein verankert ist. Das ist ein sehr wirkungsvoller Tipp, wie du die Achtsamkeit auf deinen Körper lenken und gleich gut reagieren kannst!

 

Was machst du eigentlich so für deinen Körper? Und wie oft pro Woche? Schreib mir deine Antwort. Ich freu mich darauf!

 

Herzlich

Dein Robert 

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"Sein halt aso die jungen Leut' ". Wenn Emotionen von der Bühne auf den Zuschauer übergehen.

Eigentlich weiß ich gar nicht, wie oft und lange ich tagsüber Musik höre. Wenn ich nicht gerade arbeiten oder sonst irgendwie außer Haus bin, läuft meistens bei mir der Radiosender Ö1 (www.oe1.orf.at). Da gibt es neben sehr interessanten Reportagen, Nachrichten, Infos, Diskussionen, Features usw. auch viel klassische Musik.

 

Manchmal höre ich gespannt zu, es kommt aber auch vor, dass das alles nur mehr nebenbei abläuft und ich es gar nicht mehr bewusst mitbekomme.

 

Jedoch gibt es scheinbar in meinem Unterbewusstsein einen "Schalter", der automatisch umgelegt wird, wenn das Gehirn Musik hört/erkennt, die mich berührt. Emotional. Mal mehr oder weniger. Aber das tut Musik sehr oft mit mir. Sie berührt mich. Dich auch?

 

Da gerät das, was ich gerade mache, in den Hintergrund und ich höre einfach nur zu.

Emotionen durch musik

Und da mir klassische Musik schon seit meinen Kindertagen sehr gut gefällt und ich auch interessiert die angebotenen Sendungen höre, liegt es quasi auf der Hand, dass ich viel Ö1 höre. Ein weiterer Sender, den ich sehr gerne einschalte, ist Radio Klassik Stephansdom (www.radioklassik.at). Auch hier wird klassische Musik „groß“ geschrieben und dieser Sender hat immer auch ein wertvolles und hörenswertes Angebot.

Die Wiener Staatsoper, Blick von der Galerie seitlich in den Orchestergraben und Zuschauerraum, rund 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Und immer wieder passiert eines beim Hören: ich werde emotional berührt.

 

Nicht ständig, aber immer wieder.

 

Auch nicht bei allem, was ich höre.

 

Aber bei Stücken, die ich gut kenne (z.B. Rosenkavalier, Elektra usw) kann ich dann gar nicht mehr mit dem, was ich gerade mache, weiter tun. Ich muss aufhören und mir die Musik anhören. Niemals im Lebens könnte ich beim Schlussterzett vom „Rosenkavalier“ irgend etwas anderes machen als zuzuhören. Diese Musik, dieser Text, dieser Ausdruck, diese Emotionen sind zutiefst ergreifend!

 

Vor allem entstehen solche Emotionen direkt im Opernhaus auf der Bühne und das überträgt sich - im Idealfall - auf die Zuhörer. Sicher wegen der Musik und der Sitaution, die dargestellt wird. Vielleicht wegen des ganzen Ambientes? Vielleicht, weil auch viele andere Menschen emotional berührt sind und dadurch eine bestimmt Energie entsteht, der man sich nur schwer entziehen kann.

Oper - ein Garant für Emotionen durch Musik

Als ich mit dem Thema Theater und Oper zum ersten Mal in Berührung gekommen bin (und das ist immerhin schon ein paar Jahrzehnte her), hat mich die Wirkung von Musik in ihren Bann gezogen. Ich habe unzählige Momente in der Wiener Staatsoper erlebt, wo ich (und sicher auch viele andere Menschen) nach dem Fallen des Vorhanges scheinbar gar nicht mehr geatmet habe, weil ich von der Musik und dem auf der Bühne Passierten so ergriffen war.

 

Das war auch immer ein Feuerwerk an Emotionen. Oftmals bin ich beim Rausgehen aus der Oper noch einige Zeit nachher emotional betroffen gewesen von dem, was ich gerade auf der Bühne erlebt habe. Ja wirklich miterlebt habe. 

Schutz durch Engel. In der Oper "Hänsel und Gretel" ist das zum Ende des 1. Aktes sehr emotional erlebbar.

Ich erinnere mich auch immer sehr gerne an meinen ersten Opernbesuch in der Wiener Volksoper.

 

Damals habe ich, gemeinsam mit meiner Oma, „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck gesehen. Nein, nicht nur gesehen, ich muss sagen „miterlebt“.

 

Niemals werde ich vergessen, als zum Ende des 1. Aktes Engel über Hänsel und Gretel zu wachen begannen, ein riesiger Sternenhimmel zu sehen war und mich die Musik mit viel Ruhe und einen Gefühl, nunmehr beschützt zu sein, zudeckte. Totales Gefühl des Wohlfühlens überkam mich damals. Du möchtest hören, wovon ich spreche? Dann such mal auf YouTube den „Abendsegen“ aus Hänsel und Gretel.

Der Meister: Wolfgang Amadeus Mozart

Anderes Bespiel: Haben Sie schon mal das Mozart-Requiem gehört? Ich meine jetzt nicht irgendwo zufällig, nebenbei, quasi im Hintergrund laufend. Nein, ich meine zum Beispiel in einer Kirche oder einem Konzertsaal. Schon wenn die ersten, leisen Takte beginnen, entsteht ein Bann, den man sich fast nicht mehr entziehen kann und der im Laufe des Stückes (es dauert rund eine „gute Stunde“) immer ergreifender und inniger wird. Durch Musik werden Emotionen und Assoziationen freigesetzt, die gegebenenfalls auch sehr tiefgreifend sein können.

 

Wenn wir Musik hören, dann laufen in unserem Körper - gesteuert vom Gehirn - unendlich viele Prozesse ab. Und es passiert vor allem eines: es entstehen dadurch auch Emotionen.

 

Wenn wir uns zum Beispiel einer Vorstellung von Puccinis Meisterwerk „La Boheme“ hingeben und mit Mimi und Rudolfo dem Finale entgegen gehen, kann es schon sehr leicht sein, dass wir genau so mitleiden wie die Protagonisten auf der Bühne!

In den nächsten 3 Bespielen will ich dir zeigen, was ich meine, wenn ich von Emotionen in der Oper spreche.

 

Beispiel #1: 

Emotion FREUDE

Opernbeispiel „Fidelio“ (Musik von Ludwig van Beethoven, Text von Joseph Ferdinand von Sonnleithner, Stefan von Breuning und Georg Friedrich Treischke)

 

 

Beispiel #2: 

Emotion: TRAUER

Opernbeispiel „La Boheme“ (Musik von Giacomo Puccini, Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica)

 

 

Beispiel #3: 

Emotion: auf der einen Seite Freude, auf der anderen Seite Größe/Trauer (?)

Opernbeispiel: „Der Rosenkavalier“ (Musik von Richard Strauss, Text Hugo von Hofmannsthal): 

#1: Freude bei Fidelio

Ludwig van Beethoven, der Komponist von "Fidelio"

Worum gehts in Kürze in „Fidelio“? 

Beethovens einzige Oper „Fidelio" (die Urfassung dieses Werkes heißt „Leonore“) wird oftmals auch als Freiheitsoper bezeichnet. Warum? Weil der zu Unrecht inhaftierte Florestan durch seine Ehefrau Leonore aus dem Kerker befreit wird.

 

Die Oper erzählt, neben anderen Handlungssträngen, von Ungerechtigkeit und der Willkür, die einem passieren kann. Aber sie gipfelt in einer der allergrößten Freudens-Szenen der Operngeschichte.  

 

Nachdem der Gefangene Florestan und seine Frau Leonore aus dem Kerker ins Freie geführt worden sind, darf sie ihm die Ketten abnehmen. Sehr ergreifende Musik setzt ein. Lies hier mal den Text zu dieser Szene:

FERNANDO (Minister)

Du schlossest auf des Edlen Grab, 

Jetzt nimm ihm seine Ketten ab - 

Doch halt! Euch, edle Frau, allein, 

Euch ziemt es, ganz ihn zu befrein. 

 

LEONORE 

O Gott! - Welch ein Augenblick! 

 

FLORESTAN 

O unaussprechlich süsses Glück! 

 

FERNANDO 

Gerecht, O Gott, ist dein Gericht. 

 

MARZELLINE, ROCCO 

Du prüfest, du verlässt uns nicht.

Aber die Musik nimmt immer mehr an Fahrt auf und steigert sich immer mehr und mehr.

 

Schlussendlich gipfelt die Oper in einem Lobgesang auf die Liebe. Die Freude, die in diesem Moment entsteht, ist durch nichts zu übertreffen. Die Liebe siegt über das Böse. Was gibt es Schöneres? Mit diesem Werk wurde übrigens die Wiener Staatsoper nach dem 2. Weltkrieg wieder eröffnet.

 

Ein passenderes Werk hätte es nicht gegeben.

Freiheit: eines unserer wertvollsten Güter! Finale der Oper "Fidelio"

Auf YouTube gibt es unzählige Aufnahmen dieses Werkes, auch die vorhin erwähnte Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper kann man sich anhören.

 

Die Besetzung war die Beste, die es damals gab, am Dirigentenpult stand Karl Böhm, der Direktor des Hauses. 

 

 

Die Befreiungs-Szene, die ich vorhin beschrieben habe, beginnt bei diesem Youtube-Video bei 1:59:15. Genieß es einfach. Lass dich von der Freude anstecken!

 

Lass deinen Emotionen freien Lauf! 

 

 

Hier kommst du zum Youtube-Video von Fidelio

 

#2: Trauer bei La Boheme

Wer könnte die Liebe besser musikalisch beschreiben als so mancher italienische Opernkomponist. Einer der beliebtesten war und ist immer noch Giacomo Puccini.

 

In seiner „La Boheme“ erlebt man mit dem Liebespaar Mimi und Rudolfo so quasi alles, was passieren kann … im schlimmsten Fall sogar der Tod des Partners.

Emotion Schmerz. Das Ende der Oper La Boheme ist Schmerz in höchster Form! Und musikalischer Vollendung!

Eine sehr emotional spielte Aufführung kann man hier miterleben. Emotion pur! Mimi und Rudolf erleben die letzten gemeinsamen Momente, Mimi stirbt, Rudolfo bemerkt es nicht gleich … als er von seinen Freunden darauf aufmerksam gemacht wird, befällt einem im Zuschauerraum schon ein extremes Gefühl der Trauer. Die Musik Puccinis tut das ihrige dazu.

 

Man leidet mit denen auf der Bühne voll mit. In solchen Momenten überkommen viele Menschen im Theater das Gefühl der Trauer, des Verlustes. Wem ist das denn noch nicht passiert, dass ein geliebter Mensch gestorben ist? Dass man von einem geliebten Menschen verlassen wurde?

 

 

Hier die letzten Minuten der Oper „La Boheme“ …Taschentücher bereit halten!

#3: Freude und menschliche Größe im Rosenkavalier

Die Marschallin im Rosenkavalier von Richard Strauss zeigt menschliche Größe, auch wenns weh tut.

Was für den einen große Freude bereitet, kann zur gleichen Zeit für einen anderen das genaue Gegenteil sein. Im „Rosenkavalier“ geht es um „festhalten und loslassen“ zu können. Man kann seine Liebe festhalten, das tun zu Beginn der Oper auch die Marschallin und ihr viel jüngerer Liebhaber Octavian. Aber die Marschallin ist klug und lebenserfahren genug, dass sie weiß, dass sie ihren Geliebten irgendwann mal an eine Jüngere verlieren wird, wenn die Zeit gekommen ist („Heut’ oder morgen“). 

 

Auch wenn Octavian beteuert, dass so etwas niemals passieren wird und er immer nur sie lieben wird, so tritt genau das dann im Laufe der Oper ein. Er verliebt sich in Sophie, die Jüngere.

 

Eine der allergrößten, berühmtesten, berührendsten Momente in der Opernliteratur ist das Schlussterzett im Rosenkavalier. Hier gibt es ein Feuerwerk an Emotionen!

 

Es sind das „neue“ Liebespaar Octavian auf der Bühne, der gemeinsam seine gerade lieben gelernte Sophie in den Armen hält. Und als dritte steht die Marschallin dabei, etwas abseits, und gibt ihren Liebhaber auf, damit er, so wie sie es voraus geahnt hat, glücklich sein kann. 

 

Auf der einen Seite bei Octavian und Sophie große Freude, bei der Marschallin die Größe der Entsagung. Oder ist es einfach das Wissen, dass sie als ältere Frau keine Chance gegenüber einer jungen Konkurrentin hat? 

 

 

Komponist und Librettist wollten nicht, dass die Marschallin so gezeigt wird, als würde jetzt alles in ihrem Leben zusammen brechen.

 

Nein, sie hat die Größe, über den Dingen zu stehen. Auch wenn es ihr sicherlich weh tut.

Es gibt eine Aufnahme von den Salzburger Festspielen, die auf YouTube zu finden ist. Bei Minute 9:30 ist dieser genannte Moment der Größe. „Sind halt also die jungen Leut“ …und die Marschallin antwortet darauf einfach mit „ja ja“. In diesem „ja ja“ steckt mehr Ausdruck als man jemals mit mehr Worten ausdrücken könnte. Ein letzter fast zärtlicher Moment zwischen Octavian und der Marschallin, als sie ihm - nicht mal mehr zugewandt, nur mehr im vorbei Gehen - die Hand hinhält und Octavian ihr mit einem Kuss seine Dankbarkeit zu erkennen gibt und zugleich aber auch Adieu sagt. Sie war von Anfang an die Klügere.

 

Hier zum Anschauen und Anhören und Mitleben das Finale in der erwähnten Aufführung der Salzburger Festspiele unter Herbert von Karajan. Sie dauert rund 13 Minuten.

 

Noch ein Tipp: gerade beim Rosenkavalier finde ich es schön, wenn man den Text mitliest. Immerhin ist er von Hugo von Hofmannsthal! Hier kannst du das Finale (das sogenannte „Schlussterzett“ - drei Menschen singen gemeinsam) mitlesen. Ich habe dir den Text reingestellt:

 

Aber hier ist er jetzt, der Link zu einer Liveübertragung von den Salzburger Festspielen 1984 unter der Leitung von Herbert von Karajan.

 

 

Rosenkavalier zum Mitlesen: Libretto Finale 3. Akt

OCTAVIAN.

Marie Theres!

 

Marschallin bleibt in der Tür stehen. Octavian steht ihr zunächst, Sophie weiter rechts.

 

MARSCHALLIN (Marie Theres) zugleich mit Octavian und Sophie, aber ohne die beiden anzusehen.

Es sind die mehreren Dinge auf der Welt

so, daß sie eins nicht glauben tät,

wenn man sie möcht erzählen hören.

Alleinig wers erlebt, der glaubt daran und weiß nicht wie ...

Da steht der Bub und da steh ich und mit dem fremdem Mädel dort

wird er so glücklich sein, als wie halt Männer

Das Glücklichsein verstehn. In Gottes Namen.

 

OCTAVIAN zugleich mit der Marschallin und Sophie, erst vor sich, dann Aug in Aug mit Sophie.

Es ist was kommen und ist was geschehen.

Ich möcht sie fragen: Darfs denn sein? und grad die Frag,

die spür ich, daß sie mir verboten ist.

Ich möcht sie fragen: Warum zittert was in mir, –

ist denn ein großes Unrecht gschehn? Und grad an sie

darf ich die Frag nicht tun – und dann seh ich dich an,

Sophie, und seh nur dich und spür nur dich,

Sophie, und weiß von nichts als nur: Dich hab ich lieb.

 

SOPHIE zugleich mit der Marschallin und Octavian, erst vor sich, dann Aug in Aug.

Mir ist wie in der Kirchn, heilig ist mir und so bang

und doch ist mir unheilig auch! Ich weiß nicht, wie mir ist.

Ich möcht mich niederknien dort vor der Frau und möcht ihr auch

was antun, denn ich spür, sie gibt mir ihn

und nimmt mir was von ihm zugleich. Weiß gar nicht wie mir ist.

Möcht alls verstehn und möcht auch nichts verstehen.

Möcht fragen und nicht fragen, wird mir heiß und kalt

und spür nur dich und weiß nur eins: Dich hab ich lieb.

 

Marschallin geht leise rechts hinein, die beiden bemerken es gar nicht. Octavian ist dicht an Sophie herangetreten, einen Augenblick später liegt sie in seinen Armen.

 

OCTAVIAN zugleich mit Sophie.

Spür nur dich, spür nur dich allein

und daß wir beieinander sein!

Geht alls sonst wie ein Traum dahin

vor meinem Sinn!

 

SOPHIE zugleich mit Octavian.

Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein,

daß wir zwei beieinander sein,

beieinand für alle Zeit

und Ewigkeit!

 

OCTAVIAN ebenso.

War ein Haus wo, da warst du drein,

und die Leut schicken mich hinein,

mich gradaus in die Seligkeit!

Die waren gscheit![103]

 

SOPHIE ebenso.

Kannst du lachen! Mir ist zur Stell

bang wie an der himmlischen Schwell!

Halt mich, ein schwach Ding wie ich bin,

sink dir dahin!

 

Sie muß sich an ihn lehnen. In diesem Augenblick öffnen die Faninalschen Lakaien die Tür und treten heraus, jeder mit einem Leuchter. Durch die Tür kommt Faninal, die Marschallin an der Hand führend. Die beiden Jungen stehen einen Augenblick verwirrt, dann machen sie ein tiefes Kompliment, das Faninal und die Marschallin erwidern.

 

FANINAL tupft Sophie väterlich gutmütig auf die Wange.

Sein schon aso, die jungen Leut!

 

MARSCHALLIN

Ja ja

 

Gibt dann der Marschallin die Hand und führt sie zur Mitteltür, die zugleich durch die Livree der Marschallin, darunter der junge Diener, geöffnet

wurde. Draußen hell, herinnen halbdunkel, da die beiden Diener mit den Leuchtern der Marschallin voraustreten. Octavian und Sophie, allein im halbdunklen Zimmer.

 

OCTAVIAN.

Spür nur dich, spür nur dich allein

und daß wir beieinander sein!

Geht alls sonst wie ein Traum dahin

vor meinem Sinn!

 

SOPHIE.

Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein,

daß wir zwei beieinander sein,

beieinand für alle Zeit

und Ewigkeit!

 

Sie sinkt an ihn hin, er küsst sie schnell. 

Ihr fällt, ohne dass sie es merkt, ihr Taschentuch aus der Hand. 

Dann laufen sie Hand in Hand hinaus. 

Die Bühne bleibt leer, dann geht nochmals die Mitteltür auf. 

Herein kommt ein junger Diener mit einer Kerze in der Hand. 

Er sucht das Taschentuch, findet es, hebt es auf, trippelt hinaus.

Vorhang.

Ist dir schon mal passiert, dass du durch Musik so berührt wurdest, dass bei dir Emotionen hochgekommen sind. Mir passiert das sehr oft. Dir vermutlich auch.

 

Bei welcher Musik, bei welchen Stücken passiert dir das? Wann verlierst du quasi den Kontakt zur Außenwelt und gibst dich deinen Emotionen hin?

 

Schreib sie mir doch in deinen Kommentaren. Ich lese sie alle und freu mich drauf!

 

In diesem Sinn

sei gefühlvoll und emotional!

 

Robert 

 

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Wie du dein negatives Gedankenkarussell stoppst!

Kennst du diese Situation? 

 

Du liegst im Bett, sitzt im Kino, im Theater, beim Frühstückskaffee oder an sonst irgend einem Platz. Und auf einmal findet du dich mit deinen Gedanken mitten in einem Streitgespräch wieder, das du vor kurzer Zeit mit jemanden geführt hat. Es ist egal, wo du gerade bist, ob das jetzt passend oder unpassend ist.

 

Du bist „nicht nur dabei, sondern mitten drin“.

 

Oftmals passieren solche Situationen auch, wenn man monotone Aufgaben erledigt wie zum Beispiel Wohnung putzen, Rasen mähen usw.

 

Und das Schlimme daran: So sehr du dich auch bemühst, du kannst dieses ewige Reden und Diskutieren im Geiste gar nicht stoppen. Wie ein Endlos-Film läuft das ab. Und es ist kein Ende in Sicht.

 

Wenn du dich in einer solchen Situation immer wieder findest, dann sind die 5 einfachen Tipps, die ich dir zum Unterbrechen dieser unangenehmen Momente geben möchte, goldrichtig. 

Und es beginnt sich zu drehen

Wien. 

Sommer 2018. 

Es ist kurz vor Mitternacht und ich habe mich gerade ins Bett gelegt. Ich bin sowieso total müde von einem anstrengenden Tag, das heiße Wetter trägt seinen Teil dazu bei, dass ich nicht rasch einschlafen kann. Und dann das.

Nachts im Gedankenkarussell

Genau in diesem Moment, als ich gerade glaubte, ins Traumreich einzutauchen, erinnerte ich mich an ein äußerst heftiges und unangenehmes Gespräch, das ich vor rund 2 Wochen mit einem Bekannten geführt hatte. 

 

Ich hätte ja noch verstanden, wenn die Gedanken zu diesem Gespräch am Abend von jenem Tag gekommen wären, an dem es stattgefunden hat. Aber 2 Wochen später sich wieder unvermutet und vor allem mitten in der Nacht daran zu erinnern hat mich dann doch überrascht.

 

So schnell konnte ich gar nicht „schauen“, als ich mich mitten in genau diesem Streitgespräch befunden habe. 

Gute Argumente, nur 2 Wochen zu spät

Na gut, zuerst war es mir noch egal. Dann, als ich schon einige Zeit mit diesen total unpassenden Gedanken verbracht habe, wollte ich sie natürlich stoppen. Nur so einfach war dieses Unterfangen gar nicht. Und das Interessante dabei ist, dass ich nun - in Gedanken -  Argumente vorgebracht habe, die ich im echten Gespräch nicht getätigt habe. Tja, eindeutig zu spät, denn ich fand meine Argument recht gut!

 

5 Minuten später: ich liege noch immer im Bett. Und ich diskutiere noch immer mit diesem Typen. Mit jemandem, der (Gott sei Dank!) gar nicht live hier sondern nur in meinen Gedanken weilt!

 

Es vergehen weitere Minuten, ich merke, dass ich aus diesem Thema und aus dieser Schleife grad gar nicht rauskomme. Es ist interessant zu sehen, wie mutig ich in dieser fiktiven Diskussion bin! Wenn ich das nur in der damals echten Szene auch gemacht hätte.

 

Na gut, es ist inzwischen rund eine halbe Stunde vergangen. Manche Leute sagen über mich, dass ich sehr geduldig bin. Ich glaube, das bin ich wirklich. Aber eher bei Menschen/Sachen/Dingen, wo ich einen Sinn darin sehe, meinen Geduldsfaden nicht abrupt abreißen zu lassen. Aber jetzt!? Jetzt will ich nicht mehr. Ich habe es satt, mitten in der Nacht zu diskutieren.

 

Solche Momente bzw. Situationen passieren mir nicht sehr oft, aber halt immer wieder. 

 

Wie ist das mit dir? Spielen sich in deinem Hirn, meist zu unpassenden Zeiten, Szenen ab, die dich beschäftigen und du nicht mehr aussteigen kannst. Das Gedankenkarussell dreht sich ohne Ende.

 

Früher war das wirklich sehr belastend für mich. Und ich kann mir wahrlich Schöneres vorstellen, als mit irgendwelchen Leuten, die mir auf den Geist gehen und mir schon tagsüber „im echten Leben“ den Nerv ziehen, die Nacht zu bringen. In meinem Bett! ich bin jetzt echt gestresst!

 

STOP!

Was passiert in solchen Momenten eigentlich in deinem Körper?

Was passiert im Körper bei Stress?

 

Der Geist, die Gedanken sind ja voll dabei, sich in einen Sache bzw. Situation hinein zu steigern. Also überträgt sich eine entsprechende Gehirnreaktion auch auf den Körper. Es entsteht Stress und die körperlichen Auswirkungen sind sofort zu spüren. Man wird aggressiv und nervös.

 

Blutdruck steigt, man ist auf „Alarm“ programmiert …. und noch immer kein Ende in Sicht. Man wird nervöser und nervöser. Man merkt: die Gedanken verselbständigen sich. Hier kannst du nachlesen, was so alles im Körper abläuft, wenn der Stresspegel zu hoch und zu lange anhält.

 

Und das pikante daran: du sitzt vielleicht sogar alleine im Wohnzimmer, im Kino oder sonst wo. Alleine oder in Begleitung. Du kannst die Situation nicht stoppen und steigerst dich immer mehr und mehr rein.

 

Was für ein Glück, wenn man dann durch einen Anruf oder sonst eine Ablenkung wieder auf andere Gedanken kommt.

 

Aber was kann man effektiv tun, wenn es wirklich schlimm wird. 

5 ausgewählte Tipps, um dein Gedankenkarussell zu stoppen!

Ich habe 5 effektive und sofort einsetzbare Tipps für dich, die du einfach umsetzen kannst und die auch noch effektiv sind. Ich stelle sie dir hier vor.

Tipp #1:Lenke deine Gedanken bewusst auf etwas anderes! Nämlich durch lesen!

Eine gute Möglichkeit, um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen, ist lesen!

Wenn ich merke, dass ich in eine solche Falle getappt bin, dann nehme ich mir ein Buch zu Hand und beginne - ja genau -zu lesen.

 

Das klappt bei mir am besten mit Fachliteratur. Es klingt vielleicht komisch, aber in solchen Nächten - oder auch tagsüber - schlage ich meine Anatomie- und Cranio Sacral-Bücher oder ähnliches auf und lese bewusst und sehr genau. Ich möchte nämlich meine Zeit nicht sinnlos verstreichen lassen.

 

Und ich wiederhole den Inhalt des Gelesenen mit meinen Worten, so dass ich mich wirklich auf etwas anderes konzentrieren muss.

 

Zu Beginn ist das wirklich richtige Arbeit, nicht den störenden Diskussions-Gedanken die Oberhand zu überlassen.

 

Ich empfehle dir: bleib dran.

Lies weiter und konzentriere dich auf den Stoff, den du liest. Das funktioniert natürlich nicht nur mit Fachliteratur, sondern auch mit Romanen, Blogartikeln usw. Manchmal bin ich dann richtig froh, dass ich einen Anlass hatte, schon längst Fälliges endlich gelesen zu haben.

 

Und so hat man 2 Fliegen mit einem Streich erlegt. Auch nicht schlecht.

Tipp #2: Raus mit dir ins Freie und mach Sport

Beweg dich, um auf andere Gedanken zu kommen!

Zugegeben, das funktioniert am besten in der wärmeren Jahreszeit, aber mit der richtigen Kleidung ist das auch kein Problem, wenn es draußen kalt ist.

 

Ich nehme mein Handy immer mit und höre dann meine Lieblingsmusik. Du willst wissen welche? Also manchmal höre ich Opern von Richard  Strauss, zeitweise Popmusik, oder auch Abba … ja, ich bin da ziemlich flexibel.

 

Sehr gerne höre ich beim Laufen oder draußen beim Sport auch Podcasts, die ich abonniert habe. So nutze ich die Zeit gleich sinnvoll. Tja, fällt dir etwas auf: schon wieder 2 Fliegen (die miesen Gedanken und Streitgespräche im Kopf sind weg und ich lerne etwas).

 

Aber genau so gut kannst du auch Indoor ein paar Kräftigungsübungen machen. Glaub mir, die sind so anstrengend, dass du sehr bald auf andere Gedanken kommst. Und versuch dir vorzustellen, wie dein unwillkommener Gesprächspartner mit dir Liegestütz, Bizeps-Übungen & Co. gemeinsam macht. Eventuell verschwindet er aus deinen Gedanken nun noch schneller als geahnt.

Tipp #3: Leg dir ein paar tolle Momente und positive Gedanken aus deinem Leben zurecht.

Das ist ein extrem effektiver Tipp.

 

Wenn man Gedanken an schöne und wunderbare Momente mit z.B. seinem Partner/seiner Partnerin, den eigenen Kinder oder Freunden usw. aktiviert, dann vertreibt das zu meist hundertprozentiger Sicherheit alles Negative im Kopf. Versuche unbedingt, nicht nur kurz an das Schöne zu denken, sondern bleib unbedingt dran. 

 

Du brauchst vor allem am Anfang etwas länger, um dein Gehirn und in weiterer Folge auch dein Unterbewusstsein  wieder auf tolle und gute Gedanken zu bringen. Also spiel im Kopf jetzt die schönen Momente durch, ganze Szenen, erinnere dich an alles, was geschehen ist, an Gerüche, Geräusche, Musik, wie du dich gefühlt hast! Lass die guten und positiven Emotionen, die du damals hattest, jetzt wieder in dir entstehen.

 

Bleib dran und genieß das, was sich in deinem Kopf jetzt abspielt Du trainierst dein Gehirn aufs Positive. Dadurch werden entsprechende Verbindungen in deinem Gehirn geschaffen und das nächste Mal wirst du dich einfacher und schneller daran erinnern können. Und nochmals: nimm unbedingt deine damaligen schönen Emotionen mit und lass sie so richtig in dir aufsteigen! Übe das so oft du möchtest und warte nicht unbedingt auf den Ernstfall. Denn wenn dein Gehirn schon entsprechend trainiert ist, gelingt das positive Erinnern in Stresssituationen viel besser.

Erinnere dich an tolle Momente in deinem Leben!

Tipp #4: Schreib ein Erfolgs- und Dankbarkeitsjournal!

Führe ein Erfolgs- und Dankebarkeitsjournal.

Vielleicht hast du schon davon gehört?

 

Ich habe das vor knapp 2 Jahren kennen gelernt und dieses Ritual ist fixer Bestandteil meines Lebens geworden:

Ich führe ein Erfolgsjournal.

 

Was das ist? Das ist ein Buch, das ich täglich abends vor dem Schlafengehen schreibe. Da notiere ich drei Erfolge, die ich tagsüber erlebt habe. Das kann thematisch sehr unterschiedlich sein. Erfolge in meinem Beruf, Privat usw. 

 

Wenn ich dann von Zeit zu Zeit mein Erfolgsjournal zur Hand nehme und darin zu lesen beginne, fällt mir auf, dass ich Vieles davon schon wieder vergessen habe. Mit diesem Buch hole ich die schönen Erinnerungen wieder aus meinem Unterbewusstsein ins Bewusstsein. Und da gehts mir immer sehr gut dabei! Und wenn ich darin lese, kann ich gar nicht anders, als die negativen Gedanken zu verdrängen. Da hat kein nerviger Diskussionspartner in meinem Kopf eine Chance. Das hilft garantiert bei solchem Gedankenkreisen.

 

Und zugleich führe ich auch ein Dankbarkeitsjournal.

 

Da kommt rein, ebenfalls jeden Abend, wofür ich dankbar bin. Die Momente, die Situationen, die tagsüber passiert sind und die ich nicht als selbstverständlich nehme. Ich bin wirklich dankbar dafür. So gewinnt man auch mehr Respekt vor dem Leben. Mir gefällt das sehr gut! Und auch das lese ich von Zeit zu Zeit immer wieder durch und erinnere mich dann an schöne Momente.

 

Das vertreibt jeden lästigen Gedanken!

Tipp #5: Sag laut: STOP

Lerne Stop sagen, um dein negatives Gedankenkarussell zu stoppen

Das ist ebenfalls ein wirksames Mittel.

 

Wenn sich das Karussell gar nicht stoppen lässt, dann ziehst du die Reißleine und sagst laut (so dass du es gut hören kannst): STOP!

 

Stell dir auch ein rotes Stop-Schild vor, wie wir es aus dem Straßenverkehr kennen.

 

Und jetzt kommt das Wesentliche: 

Zusätzlich musst du hier jetzt aktiv werden und dich bewusst mit anderen Themen beschäftigen. Lies etwas, geh raus und mach Sport usw. Es wird dir diese Technik wenig helfen, wenn du einfach nur „Stop“ rufst und du dich weiterhin deiner Gedankenspirale hingibst.  Wenn du diese Übung gut beherrscht, brauchst du das Wort „Stop“ nur mehr im Gedanken und nicht mehr laut sagen. Das hilft rasch bei entsprechender Routine.

 

Was ich hier bei dieser Technik zusätzlich noch gern mache: bevor ich laut „Stop“ sage, erkläre ich in Gedanken meinem Gesprächspartner, dass er jetzt noch 10 Sekunden hat und in dieser Zeit darf er mir nur Positives und Schönes sagen. Und dann hat er zu verschwinden. 

 

Und ich sag dir: das hilft sehr gut! 

Das Gedankenkarussell stoppen lernen

Am besten hilft: sei aktiv - im Kopf und evt. auch mit dem Körper - und mach etwas! Lege dir ein paar Tipps, die ich dir vorher gegeben habe, parat und setze sie ein.

 

Und resigniere nicht. Du musst, so wie vieles, auch das üben. Aber je besser und öfter du übst, desto erfolgreicher wirst du sein.

Vergiss nicht: du bist der Herr/die Frau über deine Gedanken

Positive Gedanken erschaffen

Mach dir bewusst, dass du die Herrschaft über deine Gedanken hast. Versuche auch so oft wie möglich positiv zu denken. Das hilft auch deinem Körper. Wenn man positiv denkt, kann der Körper keine negativen Stresshormone ausschütten. Und in weiterer Folge fühlst du dich gut. Und du hast dann schon mal eine gute Basis geschaffen!

 

Was du denkst bestimmst du! Also lass aktiv so viele gute und schöne Gedanken in deinen Kopf wie nur möglich!

 

Wie du auf etwas reagierst bestimmst du. Dazu mehr in einem der nächsten Blogs.

 

Wie gehts es dir eigentlich in solchen endlos scheinenden Diskussions-Spiralen??

 

Was machst du, wenn du in einem Gedankenkarussell bist und raus möchtest?

 

Ich freu mich auf deinen Kommentar!

 

Herzlich

Dein Robert 

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NEU: Cranio Sacral Therapie in Prellenkirchen, Neustiftgasse 30.

Meine Klienten wissen das sehr zu schätzen: ich komme mit meiner mobilen Praxis nach Hause oder ins Unternehmen. Damit habe ich viele zusätzliche Vorteile geschaffen.

 

Nun habe ich zusätzlich auch eine Praxis im Bezirk Bruck/Leitha in:

2472 Prellenkirchen, Neustiftgasse 30

 

Und zum Kennenlernen und Genießen schenke ich Ihnen einen Gutschein über Euro 20,- für die Behandlung in Prellenkirchen (somit Euro 75,-).

 

Vereinbaren Sie hier gleich Ihren Wunschtermin.

 

Ich freue mich sehr auf Sie.

 

Ihr

Robert Schultes

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Ich habe keine guten Nächte.

Das kennt man doch. Und nicht erst seit heute. Entweder von Erzählungen oder weil man es selbst am eigenen Leib gespürt hat: man liegt todmüde im Bett, wälzt sich von einer Seite auf die andere, steht auf, legt sich wieder nieder, dreht sich herum. Steht auf, legt sich hin, dreht sich herum. Und dann?

 

Scheinbar endloses Wiederholen dieses Rituals. Die ganze Nacht. Man kann einfach nicht einschlafen. Und dann doch: irgendwann ist es so weit. Das Hirn arbeitet und man schreckt wieder auf, weil man vielleicht extreme Angst spürt, sich selbst beim Schreien hört (so ist es mir vorgestern selbst ergangen) oder einfach die Phase des kurzen, erschöpften Einschlafens auch schon wieder vorbei ist.

Das ist aber kein Phänomen der heutigen Zeit. So erging es immer schon vielen Menschen. Ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit gefällig?


Mykene.

Hinterhof des Palastes.

Nach dem Trojanischen Krieg.

Nehmen wir mal Klytämnestra, die Mutter von Elektra. Zur Ausgangssituation sollte man wissen, dass die beiden, sagen wir es mal so, nicht die besten Freundinnen sind. Ich würde eher sagen: das absolute Gegenteil davon.

„Ich habe keine guten Nächte. Weißt du kein Mittel gegen Träume“

Als Klytämnestra ihrer Tochter Elektra sagt „Ich habe keine guten Nächte. Weißt du kein Mittel gegen Träume“ ahnt sie noch nicht, dass die Tochter tatsächlich ein sehr wirksames Mittel gegen ihre schlechten Nächte und Träume hat.

Es gibt in der Tat verschiedene Arten und Mittel, wie man sich das (Ein-) Schlafen erleichtern und verbessern kann. Nicht jedes würde ich empfehlen. Auch jenes nicht, das Elektra ihrer Mutter nicht nur empfiehlt sondern dann auch noch anwenden lässt.

 

Bist du neugierig geworden, welches Mittel Elektra hier anspricht? Im Text von Hugo von Hofmannsthal, der das Libretto zur Musik von Richard Strauss geschrieben hat, findest du die Antwort.

Du bist nicht allein

Ich habe in meiner Praxis recht häufig Menschen, die wegen Schlafproblemen zu mir kommen.
Ohne ausreichendem Schlaf sind wir nicht nur schlecht gelaunt und vielleicht sogar unausstehlich. Nein, Schlaf und jetzt meine ich  in ausreichendem Maße, ist überlebensnotwendig. Schlafentzug ist sogar eine Foltermethode und wird leider immer noch auf dieser Welt eingesetzt.

Ein Blick auf Statistiken zeigt, dass Schlafstörungen alles andere als selten sind:

  • es betrifft rund 20-25% der Bevölkerung, in den meisten Fällen eher kurzfristig
  • 10% fühlen sich langfristig belastet
  • es sind mehr Frauen als Männer davon betroffen
  • mehr Ältere als Jüngere
  • Auffallend: ab dem 65. Lebensjahr haben über 50% der Menschen Schlafstörungen

 

Es muss in diesem Zusammenhang auch ein ganz wichtiger Aspekt erwähnt werden: der Schlafbedarf eines jeden Menschen ist unterschiedlich. Was für den einen (zu) kurz erscheint (z.B. 5 Stunden), ist für den anderen mehr als ausreichend. Eines sollte der Schlaf aber auf jeden Fall sein: erholsam (die Schlafqualität muss also stimmen). Körper und Seele, ich betrachte sie immer als Einheit, müssen sich ausruhen können. Zur Ruhe kommen ist wichtig. Extrem wichtig sogar! Und trotzdem fällt es vielen Menschen so schwer.

Wissenschaftlich Studien sagen, dass auf lange Zeit gesehen der Mensch ab dem 30. Lebensjahr 6 Stunden Schlaf jeden Tag braucht.

Und wie ist das bei Babys?

Der Schlafbedarf bei einem Baby ist natürlich sehr viel höher als bei einem Erwachsenen.

Hier sind die ungefähren Richtwerte:

  1. Ein Neugeborenes braucht ca. 16 - 18 Stunden Schlaf/Tag
  2. Einjährige ca. 12-15 Stunden/Tag
  3. ab 4 Jahren sind es dann ca. 12 Stunden/Tag

Das ist natürlich nur eine überblicksmäßige Orientierung. Auch bei Babys und Kleinkindern steht fest: jedes Kind hat seinen „persönlichen“, oftmals sehr unterschiedlichen Schlafbedarf.

 

Und wenn wir uns hier ehrlich sind: das kann dann aber auch schon mal zur  (großen) Belastung für die Eltern werden, wenn die lieben Kleinen nicht genug schlafen. Liebe hin, Liebe her: auch Mama & Papa brauchen ihren Schlaf. Wenn Säuglinge zu wenig schlafen, führt das auch zu schlaflosen Nächten und Verunsicherung der Eltern.

 

Sie möchten natürlich „alles richtig machen“ und glauben, hier etwas nicht ganz so gut hinzubekommen.
Schlafprobleme bei Babys sind oft normal. Die Lösung erscheint so verblüffend wie einfach: die Neugeborenen haben einfach noch nicht gelernt, durchzuschlafen und sich selbst zu beruhigen, wenn sie nachts aufwachen, sagt Torsten Spranger vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland.

Treten aber weitere Beschwerden auf, sollten Eltern den Kinderarzt auf jeden Fall um Rat fragen.

Hilfe und Tipps beim Einschlafen und Durchschlafen

Es gibt Grunderkrankungen, in Folge dessen es zu Schlafstörungen kommt. Hier sind  einfache Tipps und Ratschläge natürlich nicht ausreichend. Das müssen wir uns vor Augen halten.

Aber nachstehend habe ich dir 8 Tipps zusammen gefasst, die sehr hilfreich sein können, damit du besser schläfst.

Tipp #1: Mein persönlicher Lieblingstipp - ein Ritual


Vielleicht bist du jetzt überrascht, aber ein sehr effektiver Tipp, um schneller einzuschlafen und besser durchzuschlafen, ist ein Abend-Ritual. Das haben Schlafexperten festgestellt und empfohlen. So wie es selbstverständlich ist, dass man abends die Zähne putze, gewöhne dir auch abends ein (kleines) Ritual an, dass du jeden Abend durchführst.

Ein paar Tipps, wie du ein für dich passendes Abend-Ritual gestalten kannst:

  • Einfach ein entspannendes Bad nehmen, vielleicht mit Ölen, die du magst
  • Ein paar Minuten für sich Zeit nehmen, die Augen schließen (im Sitzen auf der Couch oder sonst wo an einem gemütlichen Ort in der Wohnung), den Tag Revue passieren lassen. Erinnere dich, was alles an Schönem und Angenehmen heute passiert ist. Und sein dankbar dafür! Nichts ist selbstverständlich! Lass den Tag einfach los.
  • Ruhig atmen. Bring deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung und du wirst überrascht sein, wie gut dir das tut. Ebenfalls am besten an einem bequemen Ort/Couch.

Tipp#2: Das Tier in mir

Wenn der Mensch eines ist, dann ein Gewohnheitstier. Gewöhne dir an, dass du jeden Tag - auch am Wochenende (aber übertreib es nicht) - zur selben Zeit aufstehst. Versuche, das annähernd wenigstens hinzubekommen. Ins Bett gehst du am bestens dann, wenn du dich müde fühlst. Vermeide so viel Zeit wie möglich, die du schlaflos im Bett verbringst.

Tipp #3: Vergiss Facebook & Co

Seien wir uns ehrlich: wir verbringen tagsüber mehr als genügend Zeit auf den diversen Social Media Kanälen. Da ist es nicht mehr notwendig, auch noch das allerletzte Fotos des Abendessens eines Freundes zu sehen. Im Bett hat das nichts mehr verloren. Außerdem suggeriert das Licht auf deinem Display: es ist keine Schlafenszeit. Aber genau das ist es jetzt. Also raus aus Facebook & Co.

Tipp #4: die Umgebung macht es aus

Das sollten wir nicht unterschätzen: ganz wichtig ist der Raum, die Schlafumgebung, in der wir uns befinden: Und ganz wichtig ist lüften!

 

Frische Luft und Sauerstoff unterstützen den Körper beim Schlaf. Außerdem soll es dunkel sein. Vorhänge können hier Abhilfe schaffen, wenn nicht von Haus aus schon eine angenehme Dunkelheit gegeben ist.

 

Hinweis: Melatonin, das ist ein Schlafhormon, wird nur bei Dunkelheit produziert ;)

Tipp #5: Jaja, der Schweinsbraten

Schmunzle jetzt nicht, denn es ist einfach so, dass viele Menschen abends viel viel viel zu schwer essen. Der Körper hat extrem zu tun, wenn du ihn abends noch mit schweren und schwer verdaulichen Lebensmitteln zu schüttest. Du tust weder Körper noch Seele etwas Gutes damit, wenn du das machst. Ein altes, ich gebe zu komplett ausgelutschtes Sprichwort hat einfach Recht: In der Früh iss wie ein König, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler!

Danke Mama ;)

Tipp #6 Tschüss Stress

Das ist einfacher gesagt als oftmals gemacht. Aber Stress ist ein Schlafkiller. Und wie! Denk mal nach, wie ist das bei dir? Und: das Problem ist nicht immer der Stressfaktor, sondern unsere Reaktion darauf!

Die ganze Arbeitswoche kommst du kaum zur Ruhe, das Wochenende steht vor der Türe und anstatt sind einfach zurück ziehen zu können, sind am Samstag und Sonntag auch schon wieder so viele Termine, die dich stressen. Werde dir bewusst, dass du, dein Körper und dein Geist das ganz sicher eine Zeit lang recht gut aushalten könnt. Aber irgendwann kommt der Moment, wo es nicht mehr geht. Hier besteht die Gefahr, dass man die Anzeichen übersieht. Die Konsequenzen können schlimm ausfallen.

„Das Leben schießt zuerst mit Kieselsteinen, dann mit Pflastersteinen und dann -  wenn man es echt nicht checkt, dass etwas falsch im Leben läuft - mit Felsen!“ Ich wünsche dir, dass du schon den Bewurf mit Kieselsteinen bemerkst!

Tipp #7: Beweg dich!

Seien wir und ehrlich: wir sitzen doch fast den ganzen Tag. Das ist sicher auch ermüdend, aber unser Körper ist nicht dafür geschaffen, den ganzen Tag zu sitzen. Nein, er ist geschaffen worden, damit er in Bewegung ist. Überlege dir mal, ob du genügend Bewegung/Sport in deinen Tagesablauf eingebaut hast.

 

Wenn du deinen Körper auspowerst, wirst du vermutlich auch besser schlafen, weil der Körper dann alles daran setzen wird, um zur Ruhe zu kommen. Man fühlst sich nach Bewegung/Sport einfach klasse! Genieße doch das Gefühl „danach“. Es tut dir gut und kann der entscheidende Punkt sein, dass du besser schläfst!

Tipp #8: Na dann: Guten Morgen

Last but not least: Wenn du wirklich keine Chance darin siehst, noch irgendwie zu geruhsamen Schlaf zu kommen, dann nutze die Zeit einfach. Auch bei mir kommt es vor, dass ich ganz einfach nicht (mehr) einschlafen kann.

Und was ich dann mache: ich stehe einfach auf. Und erst, wenn ich mich wirklich zu 100% entschlossen habe, auf zu bleiben, dann mache ich mir einen Kaffee. Die Zeit, die ich durch das frühe Aufstehe gewinne, nutze ich aber dann wirklich für sinnvolle Sachen. Ich schreibe Blogs, notiere Ideen für Sachen und Dinge, die ich in Zukunft machen und erledigen möchte. Auch beantworte ich Mails usw. Und dann habe ich das Gefühl, dass aus dem Negativen (Schlafstörung) etwas Gutes geworden ist. Fazit: ich fühl mich gut!

Und wie ist das mit dir?

Wie ist das eigentlich mit dir? Hast du den einen oder anderen Tipp oben wieder gefunden, den du schon anwendest? Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?

 

Schreib unten einen Kommentar und lass es uns wissen! Vielleicht hilft genau dieser Tipp einem anderen Menschen weiter!

 

Ich wünsche dir und mir, dass du in diesem Blogartikel Hilfe gefunden hast. Lass ich einfach inspirieren und setze den einen oder anderen Tipp um. Wann? Heute!!  Bleib konsequent dran bei der Suche nach mehr Schlafqualität. Und ich bin sicher, dass auch du bald einen merkbaren Unterschied spüren wirst.

Wenn du noch Fragen hast, wende dich einfach an mich. Ich freu mich darauf!

Bis dahin alles Liebe,

Dein Robert

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Das Kreuz mit dem Kreuz

Wer kennt sie nicht? Die Kreuzschmerzen, die in unseren Breiten fast unweigerlich fester Bestandteil des Lebens geworden sind.

 

Manchmal verschwinden sie wieder so schnell, wie sie gekommen sind. Oder sind längere Zeit spürbar.  Egal ob in der Lendenwirbelsäule, im Kreuz- und Steißbein oder weiter oben im Brust- und Halswirbelsäulenbereich. Das Aufstehen wird dann fast unmöglich, jede Drehbewegung zum Horrortrip und das Vorbeugen im wahrsten Sinne des Wortes "atemberaubend". 

 

Erfahren Sie hier, warum Sie auf Kieselsteine hören sollten, machen Sie mit bei einem Ratespiel und profitieren Sie von den 7 einfachen Tipps, mit denen Sie Ihren Rückenschmerzen den Kampf ansagen können. Los gehts!

 

Wo waren wir vorhin? Aja, bei den Rückenschmerzen, einem der Volksleiden. Fast jeden trifft es einmal im Leben (das sagt die Statistik, ich persönlich glaube, dass es jeden mindestens ein Mal, vermutlich aber sehr viel öfter trifft). Und wenn es dann wieder so weit ist, dass der Körper ein Schmerzsignal schickt,  kann man gar nicht anders als zeitgleich zu fragen: "Wieso ist denn das passiert"?

 

Sofort schießen einem zumindest ein Teil der richtigen Antworten und der wirklichen Ursachen ein. Es wäre ja nicht so, dass niemand wissen würde, warum er die gar nicht so selten selbstverschuldeten Schmerzen ertragen muss. Und darum gehts in diesem Blog. Die Kreuzschmerzen, die mal vielleicht selbst am besten verhindern kann!

Warum tut das Kreuz so weh?

Die Ursachen sind schnell zu finden, lässt man seinen Lebensstil eimal Revue passiert.


Wenn man die Hitparade der Ursache für "selbstverschuldete" Rückenschmerzen ansieht, steht oftmals an allerallererster Stelle das (zu) lange Sitzen. Seien wir uns ehrlich. Wir wollen es uns oftmals so angenehm und einfach wie möglich machen. Und Sitzen ist halt einfacher als Stehen. Verständlich. Aber wirklich gut für den Körper?

 

Wir stehen in der Früh auf und setzen uns, nachdem wir uns den ersten Kaffee oder Tee gemacht haben, einmal gemütlich zum Küchentisch. Irgendwie muss der Tag ja begonnen werden, also wieso dann nicht sitzend mit einem heißen Getränk vor sich.

So weit so gut. Oder doch nicht, denn der Verlauf der nächsten rund 18 Stunden ist fast vorgegeben. Nach dem Sitzen beim Frühstück sitzt man entweder im eigenen Auto oder wühlt sich in den Öffis durch die Menschenmassen, um im letzten Moment noch einen Sitzplatz zu ergattern. Und dann: schnell hinsetzen, bevor einem der Sitz weggeschnappt wird. Im Büro angekommen setzt man sich mal hin, man muss sich von den Anstrengungen ja ausrasten.

 

Das stundenlange Arbeiten in derselben Position mit Unterbrechungen zwecks Essen, Toilettengang und eventuellem Tratsch beim Zimmernachbarn ist auch nicht wirklich gesundheitsfördernd.

 

Und zu Hause angekommen setzt man sich mal zum Abendessen hin, bevor man es sich endlich - sitzend - auf der Couch vom anstrengenden Tag gemütlich macht.

Einladung zum Raten!

Wieviele Stunden des Tages zwischen „aufstehen“ und „schlafen gehen“ sitzen Sie? Wieviele Stunden oder Minuten machen Sie in diesem Zeitraum Bewegung? Nehmen Sie sich einfach mal die 2 Minuten Zeit, denken Sie darüber nach oder schreiben Sie es sich auf. Kleiner Tipp so zwischendurch: stehen Sie einfach jetzt mal auf, wenn Sie zu überlegen beginnen.

 

Eventuell werden Sie nach der Revue des Tages erschrecken, wie viel Zeit Sie in der sitzenden Position verbringen. Es wird einem oftmals gar nicht so bewusst, denn man merkt es ja meist erst viel später, wenn dann die ersten Verspannungen und Schmerzen auftauchen.

 

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk und er kann so einiges aushalten und sich selbst reparieren. Aber irgendwann kommt auch er an seine Grenzen und schickt dann die ersten Zeichen in Form von Schmerzen. Anders würde der Mensch gar nicht merken, dass etwas falsch in seinem Leben läuft. Danke Körper, dass du mit so einem guten Signal-System ausgestattet bist. Schmerzen sind ein guter Hinweis: da läuft etwas nicht richtig und gut!

 

Die gute Nachricht: oftmals können wir uns selbst helfen, Schmerzen und Verspannungen zu beheben.

Kieselsteine

Ich habe vor ein paar Jahren von Frau Mag. Isabella Woldrich (www.woldrich.at), bei der ich einige Psychologie-Vorlesungen genießen durfte, einen sehr guten Satz gehört, der auch hier passt und den ich Ihnen weiter geben möchte:

 

"Das Leben schießt zuerst mit Kieselsteinen,

dann mit Pflastersteinen und

dann mit Felsen!“


Werden Sie bitte schon beim Bewurf mit den kleinsten Kieselsteinen aufmerksam und hellhörig.

 

Es lohnt sich auf jeden Fall.

Was tut die Wirbelsäule eigentlich so den ganzen Tag?

Sie ist grundsätzlich Stütze und dient vor allem einmal dafür, dass der Mensch sich nach vorne, hinten und seitlich beugen/strecken kann. Außerdem wird der Schädel wird auf ihr ausbalanciert.


Zugleich dient sie als Stoßdämpfer für das Gehirn, das im Schädelinneren liegt. Sie bildet einen wichtigen Schutz des Rückenmarkkanals und der -Nerven,  enthält Öffnungen zwischen Wirbelkörpern, aus denen die Spinalnerven austreten.

 

Der Brustkorb wird von ihr getragen. Somit ist sie ein wichtiger Faktor für die Atmung.
Sie ist ein lebenswichtiges Reservoir für das rote Knochenmark (dieses dient der Blutbildung) und Schulter- sowie Beckengürtel werden von ihr abgestützt.


Last but not least unterstützt sie beim aufrechten Gang.

 

Lassen Sie es mich einfach so ausdrücken: sie hat einen großen Anteil daran, dass wir als Mensch gut leben können.

Damit diese Aufgaben bestmöglich erledigt werden können, hat sich ein gegenseitiges System aus Beweglichkeit und zugleich Stabilität entwickelt.

 

Dieses wurde im Laufe der Evolution immer mehr entwickelt. Die kräftigen, unterschiedlich geformten sowie im Aussehen differenten Wirbelkörper sind zugleich aber auch durch ihre vielen kleinen Bewegungseinheiten mit den dazugehörigen Bandscheiben beweglich.

 

Bringen wir es auf den Punkt: die Wirbelsäule ist ein Wunder der Natur, genau so wie der Mensch selbst.


Und eines ist wichtig: denken Sie nicht nur „jetzt wär es vielleicht an der Zeit, einmal etwas zu tun“. Nein, Sie müssen es auch machen. Tun Sie es. Bewegen Sie sich. Denn oftmals ist es die ewige Unbeweglichkeit des Alltags, welche die Schmerzen verursacht. Es können schon kleine Änderungen der Gewohnheiten helfen.

Kleine Kopfkino-Übung

Stellen Sie sich jetzt einfach vor Ihrem inneren Auge vor, wie Sie beim Frühstück sitzen. Oder im Büro. Oder im Auto. Oder in der U-Bahn. Oder an einer Ziegelwand.

 

Und zwar von der Seite. Sie sehen sich selbst also von links oder rechts.

Fällt Ihnen etwas auf?

Schauen Sie in Gedanken doch mal auf den Winkel in Ihrer Hüfte. Ihre Hüfte ist immer gebeugt, das heißt angewinkelt. Und es gibt einen Muskel in diesem Bereich, der  verkürzt, wenn er ständig arbeiten muss (er heißt "Iliopsoas" und besteht aus 2 Muskeln, dem Musculus psoas major und dem Musculus iliacus ). Er ist der wichtigste Hüftbeugemuskel  (es sind auch noch andere Muskeln daran beteiligt). Wenn dieser Muskel ständig, tagtäglich, stundenlang  belastet/gebraucht wird, kann es sehr leicht zu Kreuzschmerzen kommen, weil dieser Muskel an der Wirbelsäule ansetzt.

 

In einer der nächsten Blogs werde ich genauer auf diese Muskeln eingehen. Seien Sie einfach aufmerksam Ihrem Körper gegenüber und schauen Sie, dass Sie nicht allzu lange in derselben Position sind!

 

7 effektive Tipps, um Rückenschmerzen loszuwerden.

Es sind oft die kleinen Dinge im Leben, die Großes bewirken. Nehmen Sie sich den einen oder anderen der 7 Tipps zu Herzen und Sie werden merken, wie dankbar Ihr Körper darauf reagieren wird und vielleicht sogar schon chronische Schmerzen immer weniger werden, im besten Fall eventuell sogar komplett verschwinden.

Tipp # 1

Stellen Sie am Arbeitsplatz nicht alles in Reichweite Ihres Sitzplatzes, sondern richten Sie sich so ein, dass Sie zB aufstehen und zum anderen Ende des Raumes gehen müssen, um etwas abzulegen oder zu holen. Klingt komisch? Ist aber extrem effektiv!

 

Geben Sie den Papierlocher nicht in die Schreibtischlade, sondern stellen Sie ihn dort hin, wo Sie - ja, jedes Mal - aufstehen müssen (zB um den Tisch herum gehen, weil er gegenüber von Ihrem Sitzplatz aufgestellt ist). Vielleicht können Sie die Akten oä. auch außer Reichweite Ihrer Hände aufstellen. Das wäre fein!

 

Sehen Sie es als das an, was es ist: das Aufstehen unterbricht Ihr stundenlanges und für den Körper wirklich schlechtes Sitzverhalten!

Tipp # 2

Heute schon Treppen gestiegen?

Nein, na dann los!

 

Meine Klientinnen, die mich durch Behandlungen kennen, müssen jetzt vermutlich schmunzeln, denn sie bekommen gelegentlich auch diese Aufgabe: 1  x am Tag vom Erdgeschoß ins oberste Stockwerk des Bürogebäudes. Und dass hier nicht der Aufzug sondern ausschließlich das Stiegenhaus erlaubt ist, das wissen alle.

 

Freuen Sie sich schon darauf und motivieren Sie auch Ihre KollegInnen, das gleiche zu tun. Sie arbeiten in einem großen Unternehmen mit entsprechend vielen Stockwerken? Ich gratuliere Ihnen und Ihr Körper wird es Ihnen danken. Also raus ins Stiegenhaus!


Ihr Arbeitsplatz hat gar kein Stockwerk? Ich gratuliere Ihnen trotzdem, denn dann empfehle ich Ihnen 10 Minuten zu gehen. Mit gehen meine ich jetzt zügiges Gehen beispielsweise 3 Runden ums Gebäude. Sie denken jetzt „Wie stellt sich der das vor? Der Gebäudekomplex, in dem ich arbeite, ist riesengroß. Da bin ich locker 20 Minuten unterwegs, bis ich die 3 Runden gemacht habe“.

Was soll ich Ihnen sagen außer: Fein, dann sind Sie 20 Minuten unterwegs! Keine Ausreden, dass es kalt oder heiß ist! Tun Sie es einfach und ziehen Sie sich entsprechend an. Sie können dann stolz auf sich sein!

 

Und bitte: gehen, ohne auf Ihr Handy zu starren. Dann sonst wird es vielleicht sogar schmerzhaft.

Tipp # 3

Seien Sie achtsam auf Ihre Körperhaltung, wenn Sie vor dem Computer sitzen. Oftmals ist die Körperhaltung nicht mehr aufrecht (der Oberkörper beugt sich zu weit nach vorne und der Kopf wird nach oben überstreckt. Das ist eine der Hauptursachen für Verspannungen und Schmerzen in der Halswirbelsäule).

 

Seien Sie doch jetzt gleich mal aufmerksam und überprüfen Sie Ihre Position. Sitzen Sie aufrecht? Beugen Sie sich mit dem Oberkörper zu weit vor? Und überstrecken Sie den Kopf, so dass Sie die Muskeln bereits in der Halswirbelsäule spüren? Dann wird es höchste Zeit, sich gerade hinzusetzen, Schultern tief absinken lassen (geht das nicht noch ein Stück weiter runter? Ziehen Sie die Schultern nach oben zu den Ohren und dann lassen Sie bewusst und vorsichtig die Schultern ganz locker. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ihre Schultern jetzt noch entspannter und richtig locker sind).

 

Tipp # 4

Nehmen Sie öfters mal die Öffis, setzen Sie sich aber nicht hin.

 

Bleiben Sie stehen und ziehen Sie den Bauchnabel etwas zur Wirbelsäule. Das stabilisiert Ihre Mitte und trainiert die Muskeln in diesem Bereich. Machen Sie aus einer Autobusfahrt einfach eine Pilates-Stunde. Wetten, dass Sie das schon nach wenigen Fahrten merken, wie Sie sich stabiler und sicherer fühlen. Und vergessen Sie dabei auf keinen Fall, dabei den Beckenboden anzuspannen (erstens ist das eine zusätzliche, tolle Übungen und sie hilft wirklich, den Beckenboden zu trainieren! Also anspannen).

Tipp # 5

Bauen Sie Bewegung im beruflichen und Sport/Bewegung im privaten Tagesablauf ein.


Wenn Sie schon Sport machen: überlegen Sie mal, ob Sie es vielleicht übertreiben. Manchmal sehe ich im Fitness-Studio Menschen, welche die Übungen falsch, mit zu viel oder wenig Gewicht machen (ja auch zu wenig bringt nicht viel, der Muskel muss gereizt werden, damit er sich in der Ruhe- und Erholungsphase anpassen und stärker werden kann). Sie müssen aber nicht unbedingt eine Jahreskarte im Fitness-Studio haben, um fit zu werden oder zu bleiben. Es genügen oft schon Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht, die Sie zu Hause machen können. Vielleicht ein paar Kurzhanteln mit verschiedenen Gewichten. Ich werde darauf in einem der nächsten Blogs eingehen.

Tipp # 6

Extrem wichtig: Stress abbauen und entspannen!

 

Diesem Thema, so ist meine Erfahrung, wird nicht entsprechend genug Aufmerksamkeit geschenkt. Man geht eher noch laufen, walken, Rad fahren, macht seine Kraftübungen und spielt mit Freunden ab und zu eine Runde Fußball (verstehen Sie mich jetzt nur nicht falsch: das ist super!), aber die Entspannung kommt zu kurz. Jeder von uns entspannt auf seine eigene Art und da ist es auch in Ordnung und recht häufig, dass Menschen dann so richtig entspannen können, wenn sie eben mit Freunden Fußball spielen und auch in der Freizeit ihren Aktivitäten nachgehen.Das soll so sein und das ist auch gut so!

 

Aber Entspannung, ohne etwas zu machen (also sitzen und "in die Luft schauen", ein Buch lesen, einfach mal zur Ruhe kommen), das ist schon wieder nicht mehr so oft anzutreffen. Fragen sie mal einen Freund oder eine Freundin. "Was hast du gemacht?" Viel zu selten hört man als Antwort: "Ich war zu Hause und ich hab nix gemacht, außer gelesen und mit Freunden telefoniert". Ich sag diesen Menschen dann, die mir das erzählen: herzlichen Glückwunsch. Du machst schon sehr viel richtig im Leben!

 

Das "immer aktiv sein" hat auch mit unserer Mentalität und vielleicht sogar der Erziehung zu tun. "Man muss etwas machen, sonst ist man ja faul". Schrecklich diese Gedanken! Natürlich alles im richtigen Maß und mit dem entsprechenden Ziel. Aber Pausen müssen sein! Das ist auch ein Schwerpunkt, dem ich mich in einem der nächsten Blogs widmen werde.

Tipp # 7

Es klingt komisch, ist aber so: viele Personen bewegen sich einfach falsch. Achten Sie darauf, dass Sie z.B. beim Aufheben in die Hocke gehen (also die Beine beugen und mit der Muskelkraft der Oberschenken sich wieder in die Höhe drücken - nicht mit gestreckten Beinen den Oberkörper einfach nach unten beugen ). Ich weiß. Diesen Tipp hat jeder schon unzählige Male gehört, leider befolgen ihn die wenigsten. Seien Sie ein Vorreiter und Beispiel für die anderen! Sie werden erstaunt sein, wie oft sie plötzlich wegen ihres richtigen Körperverhaltens Aufmerksamkeit erregen.

Und das mach ich jetzt!

Es sind manchmal die kleinen Veränderung, die schon Wirkung zeigen.

 

Nehmen Sie sich für den Rest der Woche 3 der genannten Punkte vor und achten Sie auf die Einhaltung. Nicht gleich alles in übertriebenem Ausmaß machen wollen. Da ist das Scheitern eventuell schon vorprogrammiert.

 

Kleine Schritte sind wichtig und effektiv. Vielleicht spüren Sie schon die ersten positiven Auswirkungen, wenn Sie eine Woche lang auf die 3 von Ihnen gewählten Tipps achten. Es zahlt sich auf jeden Fall aus!

Das wars fürs Erste zu diesem Thema.

 

Haben Sie noch Fragen? Möchten Sie etwas genauer wissen? Nutzen Sie unten den Kommentarbereich und hinterlassen Sie mit bitte Ihre Meinung. Ich freu mich sehr über Ihr Feedback .

 

Wir lesen uns beim nächsten Blog!

Bis dahin alles Liebe!

 

Ihr

Robert Schultes

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In engen Zeiten

Das hat mich heute überrascht.

 

Obwohl ich tagtäglich mit Menschen zu tun habe, die einfach nicht auf ihren Körper hören, wenn er so die ersten Warnsignale und Hinweise schickt, war ich sehr betroffen.

 

Ich bin heute in der Früh mit einem Freund nach einem Geschäftstermin noch auf der Straße gestanden und wir haben geplaudert. Plötzlich kommt der Satz: „Es wird mir alles zu viel. Ich kann nicht mehr“.

Mein erster Gedanke war: Ausgerechnet Du? Du, der immer so stark erscheinst und für die anderen da ist. Ja, genau er! Genau ihn trifft es jetzt mit voller Wucht. Anstatt eines großen „Danke“ vom Leben kommt das Gegenteil. Die Zeiten sind eng. Sehr eng, um ehrlich zu sein. Die Anforderungen, die an ein Leben gestellt werden, steigen immer mehr und mehr. Wenn die Zeiten aber so eng sind, dann sind Erholung und Ruhe von extremer Wichtigkeit.

Die Fassade des Freundes hat heute zum ersten Mal sichtlich zu bröckeln begonnen. Wenn man die Worte ausspricht, „ich kann nicht mehr“, dass man „die Belastungen nicht mehr aushält“, dann ist sowieso schon „höchste Eisenbahn“. Im Laufe des Gespräches erzählt er mir, wie er von einem Termin zum nächsten hetzt, er gar nicht mehr zur Ruhe kommen kann. Und das beschränkt sich nicht nur auf berufliche Verpflichtungen. Welche Hinweise sollen Geist & Körper noch schicken, damit man endlich hinhört? Warum aber gerade jetzt? 

Einfache Frage, einfache Antwort: man hat es zu lange übertrieben!

Zu lange und zu viel gemacht! Und zusätzlich keine Unterbrechung dieser stressigen Phasen eingebaut!

 

Viele meiner KlientInnen sind tough. Oder sie erscheinen zumindest so, weil sie es gewohnt sind, dass sie Verantwortung und Engagement in Beruf und Familie übernommen haben. Sie machen ihre Sache oft auch sehr gut, aber irgendwann kommt der Moment, wo man zu viel tut. Naja, heute halt noch die 2 Angebote rausschicken, ich könnte diesen Kunden ja auch noch aus dem Auto aus anrufen und dann kommt noch ein unerwarteter aber wichtiger Termin rein. Außerdem warten die Kinder zu Hause schon. Ok, heute wird es sich leider nicht mehr mit der Gute-Nacht-Geschichte ausgehen, aber morgen. Sicher! Alles kein Problem. Und ist es dann morgen anders?

In der Tat ist es kein Problem, wenn  Geist & Körper an ihre Grenzen gehen. Eines ist aber unabdingbar, und hier machen viele Menschen den gravierenden Fehler: sie unterbrechen diese Stress- und Belastungszeiten nicht. Genau das braucht der Mensch aber. Stress ist gewisser Maßen auch nützlich und manchmal auch schön (erinnern Sie sich mal an das erste Date mit dem Lebenspartner bzw. der Lebenspartnerin. Das ist Aufregung pur. Und das ist auch Stress, bei einer so schönen Sache positiver Stress allerdings, aber der Körper reagiert ebenfalls. Leider überwiegen nicht die schönen und positiven Stressmomente).

Viele von uns könnenn auch bei Freizeit-Aktivitäten entspannen, keine Frage! Ich gehöre auch zu denen. Ich habe schon so viele tolle und unbeschreibliche schöne Momente in Wien beim Laufen erlebt (mein Lieblingsgebiet ist der Wiener Prater! Eine Oase!) Bei vielen Menschen gehört es einfach dazu, etwas für den Körper zu tun. Das ist auch gut und wichtig.  Sie gehen ins Fitness-Studio, laufen, walken, machen Krafttraining zu Hause mit dem eigenen Körpergewicht usw. Alles toll! Aber eines vernachlässigen sie: zur Ruhe zu kommen. Sich selbst, dem Körper, dem Geist eine Auszeit zu gönnen. Das ist nicht „tough“, da tut man ja nix.

 

Ja genau, da tut man nichts. Man liest einfach ein Buch, nimmt sich konsequent Zeit für sich (Handy aus, Tee-/Kaffeekanne mit dem Lieblingshäferl hin, einfach die Stille oder gute Musik genießen). Das ist genau das, wonach sich Geist & Körper sehnen. Er vollbringt tagtäglich Höchstleistungen für Sie. Gönnen Sie ihm eine Auszeit! Unterschätzen Sie diese Wichtigkeit nicht!

Die Zeiten sind eng. Lassen Sie es für sich selbst nicht zu eng werden.

Herzlich
Robert Schultes

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Stress und seine möglichen Folgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stress ist ein Reizereignis, das vom Organismus eine Anpassung, eine Reaktion verlangt. Und wenn die nicht gelingt, beeinflusst sie in großem Ausmaß Geist und Körper!

 

Lesen Sie nachstehend über die Phasen von Stress, den Folgen, wenn es keine Erholung gibt und den Möglichkeiten, wie man Stress unterbricht.

Was ist Stress?

Stress = der Zustand, in dem man sich befindet

Stressor =  die Ursache, die den Stress auslöst.

 

Stress hat durchaus seine Berechtigung, den er bereitet Körper und Geist auf extreme Situationen hin, die über das Normalmaß hinaus gehen.

 

So weit. So gut.

 

Das wäre noch nicht das Problem, den dadurch können wir auf eventuell drohende Gefahren oder Anforderungen im Alltag besser reagieren (das stammt noch aus der Zeit der berühmten Säbelzahntiger, von denen sich vor langer Zeit die Menschen schützen mussten. Heute wird die Raubkatze durch zu viel Belastung des Alltags, im Berufsleben, Problemen beim Zusammenleben usw. ersetzt).

 

 

Die 4 Phasen von Stress

 

1.) Schrecksekunde:

 

Das Nervensystem schaltet auf die vagotone Spannungslage um, also eigentlich auf totale Entspannung. Die massiv parasympathische Aktivität bewirkt eine kurzfristige Reaktionsfähigkeit, die dem Atemholen, Kräftesammeln und Abschätzen der Gefahr dient.

2.) Aktivierung:


Blitzschnell wird im Hirn entschieden, ob der Reiz lebenswichtig und bedrohlich ist. Wenn ja, erfolgt die Alarmreaktion, die den Menschen optimal auf Angriff/Flucht vorbereitet. Das vegetative Nervensystem arbeitet auf höchster Stufe. Seine Muskeln sind angespannt. Massive Mobilmachung und Kraftentfaltung durch eine Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems und der Atmung.

Katecholomine wie Adrenalin oder Noradrenalin bewirken eine 3-4 Minuten dauernde Aktivierung des Sympathikus. Dann beginnt der Parasympathikus gegenzusteuern, um den Organismus zu schützen.

 

In der Alarmphase überwiegen die Sympathicusreaktionen:

  • Puls beschleunigt sich
  • Blutdruck steigt
  • Durch die gesteigerte Hirndurchblutung nimmt die Konzentrationsfähigkeit zu
  • Pupillen erweitern sich
  • Rückenmuskulatur wird angespannt
  • Schultern werden hochgezogen
  • Haut wird blass und trocken
  • Sämtliche Verdauungs- und Stoffwechselvorgänge werden gebremst



3.) Anpassung- Widerstandsphase:


Widerstandsphase ist die Zeit, in der die Aktivierung des Körpers andauert. Solange die Bedrohungssituation besteht, bleibt der Körper „am Sprung“. Um die vom Sympathikus gesteuerte Mobilmachung des Körpers zu bremsen, setzt einige Minuten nach Beginn des Alarmstadiums eine Gegenregulation über den Parasympathikus ein. Dadurch soll der Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. In dieser Phase kann es zu übersteigerter Aktivierung von Magen- und Darmtätigkeit kommen, verbunden mit Gefühlen von Übelkeit, erbrechen, Stuhl- und Harndrang.

4.) Erholung:


Hat der Mensch die Situation bewältigt, kann er sich erholen. Nach Bewältigung des Stresszustandes in der Widerstandphase erfolgt die Umschaltung in die parasympathische Spannungslage, die der Erholung dient.

 

Und hier setzt das Problem ein: vielen Menschen gelingt es nicht mehr, in die Erholungsphase zu kommen. Sie bleiben immer "unter Strom" und schaden somit ihrem Geist und vor allem Körper!

 

 

Aber jetzt wirds wirklich ungut:

Folgen von zu langen Stressphasen

bzw. mangelnder Erholung danach:

Überforderung


Wird der Mensch immer wieder aufs Neue gefordert, ohne sich ausreichend erholt zu haben, schaltet sein Körper auf Daueralarm (und reagiert auch so).

 

Bleibt dieses Missverhältnis zwischen Aktivität und Entspannung auf Dauer bestehen, kommt es entweder zu übermäßiger Anspannung oder Schwäche (Funktionsstörungen mit oder ohne Gewebeänderung oder psychosomatischen Krankheiten).


  • Die Arbeitsleistung sinkt (weil mehr Fehler passieren)
  • Magen- und Kopfschmerzen
  • Schlechte Konzentration
  • Sozialer Rückzug,
  • Desinteresse
  • Schlaflosigkeit usw.


Erschöpfung


Dauert der Zustand zu lange an, erschöpft sich die Widerstandskraft und der Mensch ist nicht mehr fähig, sich in ähnlichen Situationen angemessen zu verhalten.

Eine allgemeine Erschöpfung wird heute auch „chronisches Erschöpfungssyndrom“ genannt und kann sehr unterschiedlich ausfallen (z.B. Bluthochdruck, Magenschleimhautentzündung, Pseudoangina, Nervenzusammenbruch usw.).

Was tun, damit Sie nicht im Hamsterrad bleiben?


 

 

 

Ob und wie sich Stess auf die Gesundheit eines jeden Einzelnen auswirkt, hängt auch davon ab, welche Strategien der Auseinandersetzung er mit den Belastungen einsetzt.

 

Und diese sind sehr individuell: manche sorgen für Ruhe und Entspannung, schaffen Behaglichkeit, lesen ein Buch, hören Musik oder gehen einfach in der frischen Luft spazieren.

 

Andere brauchen wieder das Gegenteil und laufen eine große Runde oder gehen ins Fitness-Studio, um sich dort auszutoben.

 

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie die Stressphasen, die es unweigerlich im Leben gibt, unterbrechen!

 

Und wie ist das bei Ihnen? Haben Sie regelmäßige Unterbrechungen von anstrengenden Tagen? Können Sie gut entspannen? Schreiben Sie mir, was Sie tun, um gut relaxen zu können. Ich freu mich!

 

 

 

 

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Migräne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vergleicht man den Bereich des Kopfes mit dem restlichen Körper, so ist dieser relativ klein. Aber ein „Gewitter im Kopf“ kann den gesamten Körper außer Gefecht setzen und die Lebensqualität erheblich reduzieren.


Migräne, sie ist eine von rund 150 Kopfschmerzarten, kann solche Beeinträchtigungen verursachen, die das Leben fast unerträglich machen.

 

 

Viele bekannte Persönlichkeiten der Geschichte sind davon heimgesucht worden:

Caesar, Richard Wagner, Sigmund Freud, Immanuel Kant und Hildegard von Bingen usw.

 


In Österreich sind rund 10 Prozent der Bevölkerung betroffen. Damit liegen wir im europäischen unteren Mittelfeld 
(Quelle: ORF Science).
Diese Erkrankung ist nichts Neuzeitliches, sondern wird seit rund 3000 Jahren in Überlieferungen erwähnt: Zuerst als „Hemicrania“ (Der halbe Kopf - diese Bezeichnung ist sehr treffend, da in fast allen Fällen „nur“ eine Hälfte des Kopfes betroffen ist), dann als Megrane, Megrim und nunmehr Migräne.


Was ist eigentlich Migräne?


Kopfschmerzen als solche sind schon ein Phänomen, denn unser Gehirn, das immerhin einen großen Teil des Kopfes ausmacht, besitzt keine Schmerzrezeptoren. Es können die Schmerzen daher nur von den Gehirnhäuten (wir haben 3 davon, die sich vom Kopf/Cranium, entlang der Wirbelsäule bis zum Kreuzbein/Sacrum erstrecken), den Blutgefäßwänden und den umgebenden Strukturen ausgehen.


Betroffene erzählen, dass Schmerzen während einer Migräne-Attacke fast nicht auszuhalten sind. Es hämmert,  sticht und pocht, überwiegend einseitig, selten beidseitig, zwischen vier bis zu unglaublichen 72 Stunden im Kopf. Oftmals entstehend auch sehr unangenehme Begleiterscheinungen wie extreme Licht- und Geräuschempfindlichkeit und auch Übelkeit. Die Betroffenen ziehen sich dann in dunkle, ruhige Räume zurück und ertragen Nichts und Niemanden.


Bis heute ist trotz intensivster Forschung nicht geklärt, was genau diese Attacken hervorruft. Sicher scheint zu sein, dass Migränepatienten bestimmte Reize anderes verarbeiten als gesunde Menschen. Ebenso können Gene eine Rolle spielen. Als Auslöser wird auch immer wieder akuter Stress genannt, ebenso bestimmte Nahrungsmittel (beispielsweise Käse, Schokolade, Kaffee, Tee, Alkohol usw.), aber auch Ängste und Ärger.

 

Was tun bei Migräne?


Bei der Behandlung von Migräne ist eine umfassende, ärztliche Beratung und Betreuung erforderlich. Um Migräneattacken vorzubeugen und zu behandeln, wird neben Medikamenten immer wieder ein geregelter Lebensablauf, Entspannung und leichter, ausdauernder Sport (keine Überanstrengung) empfohlen.

 

Ebenso können alternative Heilmethoden wie Cranio Sacral Behandlungen große Erleichterung bringen.

Mein Tipp:

Es ist nur ein Teil, wie man Migräneattacken entgegnen kann, aber ein recht wertvoller: Entspannung.


Es gibt eine große Zahl an Entspannungstechniken. Jeder sollte für sich heraus finden, welche die für ihn passende ist.
Eine davon ist: versuchen Sie, in Ihren Alltag fixe Zeiten einzuplanen, die nur Ihnen gehören (trotz Kindern, Partner, Verwandten usw.) und nutzen Sie diese Zeit mit etwas, was Sie gerne tun: lesen Sie ein Buch, hören Sie Ihre Lieblingsmusik, meditieren Sie oder lassen Sie Ihre Gedanken einfach an etwas Schönem hängen. Vielleicht legen Sie sich dabei aufs Sofa.


Und genießen Sie diese Zeit!

 

 

 

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Fehlhaltungen der Wirbelsäule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer kennt sie nicht?

 

Die Schmerzen in der Wirbelsäule, im Schulterbereich, Hals und Nacken. Und in vielen Fällen ziehen sich die Beschwerden bis in den Kopf hinauf. Was ist daran Schuld?

 

Man weiß es meistens selbst, tut aber dann doch nichts oder zu wenig dagegen. Es sind sehr häufig die Fehlbelastungen der Muskeln, das stundenlange Arbeiten am Computer, falsche Tragegewohnheiten (Umhängetaschen, die man immer auf einer Seite quer über den Körper trägt), Bewegungsmangel usw.


Unterscheidungsmerkmale von Fehlstellungen der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule und ihre Haltungsfehler


Haltungsfehler:

Dieser liegt vor, wenn durch umphysiologische Haltung und falsche Belastung ein Ungleichgewicht in der Muskelverspannung eintritt. Die angewöhnte und falsche Dauerbelastung der Muskulatur kann in einen Haltungsschaden übergehen.

Haltungsschwächen:
So definiert man funktionelle Beeinträchtigungen, denen man mit gezielten Übungen entgegenwirken kann (Kräftigung, Dehnung). Haltungsschwäche ist keine Krankheit. Sie weist vielmehr auf ein Fehlverhaltung im Umgang mit dem eigenen Körper hin, den man beheben kann.

Haltungsverfall:

Dieser gilt als Maximum einer Haltungsschwäche (zum Beispiel ein Schicksalsschlag usw.).

Haltungsschäden:

Das sind irreversible, strukturelle Veränderungen, die durch körperliche Übungen nicht mehr ausgeglichen werden können.

Die Rückenform einer Haltungsschwäche kann aktiv noch korrigiert werden, bei Haltungsfehler ist dies zunächst noch passiv möglich. Haltungsschäden sind nicht mehr korrigierbar.

Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Sie durch falschen Lebensstil, mangelnde Bewegung usw. einen nicht wieder gutzumachenden Schaden erleiden.

 

Bringen Sie Ihren Körper wieder ins Gleichgewicht. Eine Cranio Sacral Behandlung hilft dabei. Und gezieltes Wirbelsäulentraining leistet wertvolle Unterstützung, Ihre Haltungsschwächen zu beseitigen!

 

Möchten Sie weitere Infos? Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. Ich freu mich!

 

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Schröpfen. Eine Wohltat für den Körper!

Schröpfen tut dem Körper gut. Und das besonders in Kombination mit einer Cranio Sacral Behandlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schröpfen ist eine chinesische, sehr alte Heilmethode und hat sich aus der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelt. Es wird mit einem sogenannten Schröpfkopf durchgeführt (siehe Foto). Die Wirkung setzt schon unmittelbar nach der Behandlung ein.

 

 

Wie funktioniert schröpfen?

Mit den Schröpfköpfen wird ein Unterdruck erzeugt, der vermehrt Blut an die betreffend Stelle und somit mehr Sauerstoffversorgung bringt.

Beim Schröpfen wird bei den auf der Haut aufgesetzten Schröpfkopf ein Unterdruck erzeugt. Dadurch kommt es zu einer Überdurchblutung und einer anschließenden Lockerung des betreffenden Gewebes. Damit werden Blockaden im Körper aufgelöst, der Blut- und Lymphfluss angeregt und verbrauchtes und altes Gewebe über den Körper abtransportiert und ausgeschieden.

Da sehr viele Reflexzonen am Rücken unmittelbar mit Körperorganen in Verbindung stehen, wird sehr häufig der Rücken behandelt. Aber auch andere Körperstellen sind möglich. Durch die zielgerichtete Behandlung der Haut (meistens sind es Verhärtungen, die sich am Rücken entlang der Wirbelsäule bemerkbar machen) wird das entsprechende Organ ebenfalls beeinflusst und aktiviert.

Wann wird schröpfen eingesetzt?

 

Meistens wird Schröpfen zur Beseitigung von Muskelverspannungen eingesetzt. Aber auch zur Gesundheitsvorsorge wird es empfohlen. Regelmäßige Anwendungen verbessern den allgemeinen Gesundheitszustand und man fühlt sich wieder frei von Blockaden. Besonders in der kalten Jahreszeit wird es auch zur Abwehr von beginnenden Erkältungen verwendet, aber auch bei Kopfschmerzen, Problemen im Magen- und Darmbereich, Menstruationsbeschwerden usw.

Achtung: Nach einer solchen Behandlung müssen Sie mit kreisrunden, durch die Überdurchblutung entstandenen Flecken im behandelten Bereich rechnen.

Und vergessen Sie nicht, am Tag der Behandlung und auch am Nächsten genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

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Erläuterungen zum Cranio Sacral System

Cranio Sacral Therapie mit Robert Schultes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer wieder werde ich nach einer einfachen Erklärung des Cranio Sacral Systems (CS-System) gefragt. Nachstehend möchte ich ein paar Infos dazu geben.

 

Bestandteile des Cranio Sacral Systems

Grundsätzlich zählt man zum Cranio Sacral System:

  • Cranium (Kopf)
  • Sacrum/Coccyx (Kreuzbein/Steißbein)
  • Gehirnhäute
  • Gehirnflüssigkeit und
  • alle Strukturen, die bei der Produktion und Abgabe der Gehirnflüssigkeit beteiligt sind.

 

Es wird räumlich begrenzt durch die Dura mater („Harte Gehirnhaut“ - das ist die äußerste der drei Gehirnhäute, die sich vom Kopf bis zum Kreuz-/Steißbein erstreckt und das Gehirn und das Rückenmark umschließt) und steht in Beziehung mit anderen Systemen des Körpers. Es beeinflusst diese bzw. wird von diesen beeinflusst wie z.B. das  Neurologische System, Herz-Kreislauf-System, Atmungs-, Hormon-, Lymph- und das Nerven-Muskel-Skelett System.

 

Störungen jeglicher Art in einem dieser Systeme können auch Einfluss auf das CS-System haben. Ebenso haben Anomalien im Cranio Sacralen-System eine negative Auswirkung auf das Gehirn und in weiterer Folge auch auf das Nervensystem.

Das Cranio Sacral System des menschlichen Körpers
Das Cranio Sacral System des menschlichen Körpers

Was wird bei einer Cranio Sacral Behandlung gespürt? Der Cranio Sacrale Rhythmus!

Dieser entsteht durch die Bildung und den Abfluss der Gehirnflüssigkeit im Gehirn. Dabei  kommt es zu wellenartigen Bewegungen, die der Therapeut wahrnehmen kann (man kann es recht gut mit einer Ausdehnung der Strukturen bei der Produktion der Gehirnflüssigkeit und einer Verschmälerung bei der Entleerung bezeichnen).

 

Unregelmäßigkeiten in diesem Rhythmus weisen auf Blockaden, Störungen und Schwierigkeiten im Körper hin. Am leichtesten kann der Cranio Sacrale Rhythmus am Kopf ertastet werden, er ist aber genauso am restlichen Körper spürbar.

 

Bei einem gesunden Menschen kommt es pro Minute zu rund 6 - 14 solcher Bewegungen (Zyklen; Füllung/Entleerung).

 

Das Spüren dieses Rhythmus ist eine der am Anfang schweirigsten Aufgaben, die man lernen muss bzw. kann. Und eines habe ich dabei gelernt: geduldig sein. Ja nichts unbedingt erreichen wollen und quasi dem Körper irgendetwas aufzwingen wollen (an Bewegungen oä).

 

Mein Lehrer in Hamburg, Hugh Milne, sagte: Die größte Herausforderung besteht darin, die einfachsten Aufgaben als die Schwierigsten anzuerkennen:

  • Hände auf den Kopf legen, ehrfürchtig, respektvoll, still.
  • warten, bedingungslos, bis der Kopf erzählt, was zu tun ist.

Danke Hugh für diesen wertvollen Satz. Und du hast vollkommen recht. Das zählt zu den größten Herausforderungen bei der Cranio Sacral Arbeit.

 

Aber wenn der Kopf dann zu erzählen beginnt, ist das jedesmal eine einzigartige Reise für beide. Für meine Klientin/meinen Klienten  und für mich.

 

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